Aufräumtipps: Schaffe Ordnung im Kinderzimmerchaos!

Es soll Kinder geben, die tatsächlich in der Lage sind Ordnung zu halten. Ganz von alleine… Wir müssen ehrlich einräumen, dass unsere nicht zu dieser seltenen Spezies gehören. Aber, und das ist die gute Nachricht, Aufräumen kann sogar Spaß machen, wenn man ein paar einfache Regeln berücksichtigt. Wir haben es ausprobiert und es klappt – zumindest manchmal!

Kinder lieben das Chaos! Es scheint sie in keinster Weise zu stören, wenn alles durcheinanderfliegt. Aus einem aufgeräumten Kinderzimmer, kann ein unendlich kreatives Spiel entstehen, das früher oder später im absoluten Durcheinander endet.

Aufräumtipps_1Sämtliche Puzzleteile werden zusammengeschüttet und in der Kinderküche zu einer Suppe verarbeitet. Für die Playmobilmännchen wird mit dem Bettzeug eine Höhle gebaut und weil gerade kein Kleber da war, wurde mit Knete und Papier noch schnell eine Prinzessinenkrone gebastelt. Daher auch der Glitzer und die vielen Buntstifte auf dem Teppichboden. Irgendwie macht alles Sinn, nur irgendwann ist Schluss mit der Kreativität und die Hilflosigkeit beginnt. Dann ist es Zeit für Ordnung zu sorgen.

6 einfache Aufräumtipps für Eltern und Kinder

  1. Kinder müssen den Überblick über Ihre Spielsachen behalten. Spezielle Kisten, Körbe oder Spielzeugtaschen (z.B. Amy, Niki, Fritz und Timmi) für die verschiedenen Spielsachen helfen dabei. Als Grundregel gilt: Kleinkinder brauchen nur wenige Spielsachen, die Orientierung bieten. Größere fangen an zu mischen und finden darüber ins kreative Spiel. Zu viel Spielzeug erschwert aber die Grundordnung: Also regelmäßig Spielsachen aussortieren!Spielzeugtasche_02
  2. Ein einfaches „Räum auf!“ ist zu pauschal. Selbst Grundschulkinder haben mit einer solchen Ansage oft noch Probleme. Besser ist es die einzelnen Schritte zu benennen und Aufgaben zu verteilen: „Die Bauklötze kommen in die Kiste. Wenn das geschafft ist, dann alle Kuscheltiere aufs Sofa„.
  3. Auch Kleinkinder können von Anfang an in das Aufräumritual einbezogen werden. Sie sind stolz, wenn sie beim Aufräumen und Putzen helfen können.
  4. Führt kleine Aufräumrituale ein, wie zum Beispiel immer vor dem Abendessen aufzuräumen. Das darf übrigens auch ruhig Spaß machen!
    • Einen Wettbewerb einführen: Ich räume die Bauklötze auf und Du die Legosteine. Wer ist schneller?
    • Oder eine Raubtierfütterung: Die Spielzeugtasche Timmi Tiger frisst die ganzen Spielfiguren. Oh nein, jetzt ist alles weg…
    • Und hast Du gesehen, was Fritz Frosch gerade treibt? Er hat doch tatsächlich einen Bauklotz geschluckt! Dazu Musik oder ein Aufräumlied singen und schon ist das Zimmer wie neu.

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  1. Nach getaner Arbeit sollten Eltern die Details loben. „Du hast toll aufgeräumt. Alle Bausteine sind in der Kiste, die Playmobilfiguren hast Du auch aufgeräumt und sogar bei den Bilderbüchern ist Ordnung.“ Eine solche Anerkennung, die Kindern signalisiert, dass wirklich alles gesehen wird, ist wichtiger als Schokolade und Gummibärchen zur Belohnung.
  2. Das Verhalten der Eltern ist Vorbild für die Kinder. Wenn die Erwachsenenbereiche im Chaos versinken, ist von Kindern nur schwer zu erwarten, dass sie in ihrem Bereich mit Freude aufräumen. Ordnung halten sollte als Herausforderung aller betrachtet werden und weniger als Qual.

Aber wieviel Ordnung ist wirklich notwendig?

Natürlich darf es auch mal Ausnahmen und ein unordentliches Kinderzimmer geben. Und zur Beruhigung aller Eltern sei hier gesagt: Chaos ist per se nichts schlechtes. „So wie es im Kinderzimmer aussieht, sieht es auch im Kopf des Kindes aus.“ sagt Prof. Peter Struck, Erziehungswisschenschaftler an der Uni Hamburg. Und das ist eine gute Nachricht, denn Chaos befördert die Kreativität und damit gute Leistungen. Man darf es nur nicht übertreiben.

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